Zurück | 26.09.2016


Rege Beteiligung bei Infoveranstaltung für LiLa Walldorf

Das Living Lab Walldorf (LiLa Walldorf) wird konkret. Am 21.09. luden die Organisatoren des Pilotprojekts zum Infoabend in die Schillerschule Walldorf und durften sich über mehr als 40 interessierte Gästen freuen. Damit sowohl Projekt als auch Konsortium den potentiellen Teilnehmern vertraut werden, nutzten die Redner die Gelegenheit und stellten sich selbst sowie das Projekt vor. Dabei gelang es, gleichzeitig die wissenschaftlichen Hintergründe für das Projekt aufzuzeigen als auch die Frage zu beantworten, warum ein Privathaushalt daran teilnehmen sollte: Eine gute Sache unterstützen, das Gemeinwohl fördern und der Wissenschaft helfen. Außerdem wartet auf Teilnehmer am Ende des Feldtests ein Dankeschön.

Natürlich kamen dabei auch zentrale Themen von LiLa Walldorf zu Sprache: Inwertsetzung von Flexibilität, Netzauslastung oder die Rolle der Haushalte in der Energiewende. Dabei gelang es, die Zusammenhänge anschaulich und greifbar darzustellen. So zeigte etwa Herr Steuer am Gameboy-Spiel Tetris, welche Herausforderungen und Chancen das Thema Flexibiltät bietet: Manche Stromverbraucher und -erzeuger sind wie unförmige Tetrissteine, die sich schlechter verbauen lassen, andere sind leicht einzubauen, flexibel eben, und machen das Spiel einfacher.

Die zentralen Forschungsfragen des Pilotprojekts Living Lab Waldorf betreffen dabei auch die teilnehmenden Haushalte: Wie lässt sich Last bei kleinen Verbrauchern steuern und nutzen? Wie können Algorithmen im Hintergrund die Optimierung übernehmen, ohne dabei den Alltag im Haushalt komplizierter zu machen oder Komfort zu kosten? Und wie betrifft das Thema Netzauslastung private Haushalte?

Schließlich erklärten die Redner nicht nur Ziele, Methoden und praktische Auswirkungen des Projekts LiLa Walldorf, sondern immer wieder kamen aus dem Publikum auch interessierte Fragen, so etwa: Wie stellt das Pilotprojekt den Datenschutz für die Teilnehmer sicher? Hier konnte Steffen Link Zweifel ausräumen: LiLa Walldorf arbeitet mit Industriestandards, trennt Personen- und Haushaltsdaten und nutzt sichere Verschlüsselungstechnik. So kann das Projekt wertvolle Daten auswerten und gleichzeitig versichern, dass keine Personendaten in falsche Hände gelagen. Außerdem wurde rege darüber diskutiert, inwiefern das aktuelle Strommarktdesign für eine Energiewende förderlich bzw. nicht sogar hinderlich sei.

Nach dem Abend konnten die Veranstalter ein zufriedenes Resümee ziehen: Der Saal war voll, die Diskussion und Fragen waren lebhaft und interessiert und nach dem Infoabend gingen noch weitere Anmeldungen für die Teilnahme an Living Lab Walldorf ein. Allerdings: Noch gibt es freie Plätze, hier können Interessenten sich direkt bewerben. Wer davor noch mehr Informationen wünscht, ist herzlich in die Schillerschule in Walldorf eingeladen. Am Mittwoch, den 28.09., um 19:00 Uhr werden die Veranstalter noch einmal sich und das Projekt LiLa Walldorf öffentlich vorstellen.

Wir danken den Beitragenden beim Infoabend herzlich: Bürgermeisterin Christiane Staab, Herr Gruber von den Stadtwerken Walldorf, Frau Kubach und Herr Schöner von der MVV Energie, Herr Schermeyer vom KIT, Herr Steuer vom FZI und nicht zuletzt Projektkoordinator Steffen Link von beegy.